Montag, 29. Februar 2016

Mixed Media Montag

Seit Anfang Februar gibt es auf die Initiative von der lieben Evi hin eine neue Aktionsreihe im ScrapBookTreff: den Mixed Media Montag. Jeden Montag wird eine neue Mixed Media-Anregung vorgestellt. Ich muss sagen - WOW! Da sind wirklich ein paar wirklich sehr schöne und interessante Sachen vorgelegt worden, und die Ergebnisse der Mitmacherinnen sind ebenfalls ein Traum! Lasst euch das nicht entgehen!
Auch ich hatte mich bereit erklärt, eine MMM-Vorlage zu machen, aber ganz anders als man das vielleicht erwartet. Ich habe nämlich digital "gematscht" ;-)

Die Herstellung einer solchen Karte oder eines Hintergrundes auf diese Weise dauert bestimmt genauso lange wie "in echt", allerdings muss man hinterher nicht aufräumen und saubermachen. :-)
Natürlich braucht man dafür etwas Erfahrung auf dem digitalen Gebiet und ein paar Materialien. Diese kann man sich als png-Dateien in Digishops kaufen, zum Beispiel bei designerdigitals.com oder bei the-lilypad.com.

Und jetzt erzähle ich euch mal genau, was ich gemacht habe. Bitte die Beschreibung nicht ganz so ernst nehmen, natürlich ist das alles "nur" digital passiert. Die digitalen Materialien finden sich immer beim entsprechenden Schritt in Klammern.
Und falls euch digital gar nicht liegt: Nehmt doch meine digitalen Schritte als Anregung, das Ganze "in echt" umzusetzen! :-)

Zuerst habe ich mir einen Hintergrund in der richtigen Größe in meinem Grafikprogramm angelegt.
Anschließend habe ich die Ränder der Karte distresst ("Worn Frames" von Mary Ann Wise).
Als Blickpunkt habe ich mir ein kleines Häkeldeckchen hergenommen, dieses mit Farbe eingeschmiert und es abgedruckt ("Tattered Doilys" von Lauren Reid).
Zur Unterstützung der Wirkung von diesem Abdruck habe ich kreisförmig Löcher gestochen ("Stitching Holes" von Katie Pertied).
Oben links in der Ecke habe ich ein paar Kratzer gemacht ("Sandscratched Tool Set" von Anna Aspnes) und mit Luftpolsterfolie und blauer Farbe gedruckt ("Messy Paint" von Amy Martin).
Zum Schluss kam die untere bunte Basis auf die Karte: kreisrunde Farbabdrücke, Sternchenzeichnungen mit Kreide, Farbspritzer... ("Splatterific 5" von Karah Fredricks).




Damit war ich erstmal mit dem Hintergrund zufrieden. Jetzt ging es ans Ausdrucken. Als Papier habe ich Aquarellpapier benutzt und zwar Aquarellpostkarten von Hahnemühle, hier:
Gerstaecker.
Damit die Faben schön rauskommen, habe ich die Sättigung insgesamt noch etwas hochgedreht und den Drucker so eingestellt, als ob ich mattes Fotopapier bedrucken würde, mit höchster Druckqualtiät.



Nun fehlte noch ein bisschen was "Echtes". Dafür habe ich die Löcher wirklich durchstocken, "Alles Gute" von Hand drauf geschrieben und ein paar farblich passende Bling draufgeklebt. Das "Von Herzen" ist mit einem Drehstempel gemacht.



Zum Schluss kam die Karte noch auf einen Kartenrohling und durfte auf Reisen gehen.



Ich hoffe, dass euch mein Kärtchen gefällt und ihr euch anregen lasst für eure eigenen Werke!

Sonntag, 14. Februar 2016

Project Life - Februar

Leider geht der Sonntag schon wieder seinem Ende entgegen. Ich hatte ein sehr entspanntes Wochenende mit einer tollen Einstiegsparty am Freitagabend und zwei stresslosen Tagen zum Putzen, Kochen, Aufräumen... Nein, natürlich nicht nur. Ich war auch kreativ unterwegs. Mein Februar ist up to date. Ich habe die Hälfte des Rasters verbraucht (ist ja auch genau Mitte Februar) und für die zwei Highlights entsprechende Layouts gemacht. Für den Restfebruar werde ich wohl eher Mühe haben, genug Fotos zusammen zu bekommen. Vielleicht fahren wir nächstes Wochenende mal in den Zoo. ;-)





Für diese Art des PL braucht man übrigens mitnichten einen A3-Drucker! Für das Raster kann man sich genausogut eine Schablone anfertigen: Man nehme einen 12"-CS, zeichne das Raster einmal mit Lineal, Geodreieck und Bleistift auf (ein Taschenrechner tut da gute Dienste!) und schneide die "Fotoplätze" mit dem Cuttermesser aus. Fertig!

Für die Layouts, die ich nicht auf den originalen Semikoloneinlageblättern scrappe, bereite ich meinen CS bzw. mein PP entsprechend vor.
Zuerst schneide ich das Blatt auf die richtige Größe zu. Ein Semikolonblatt dient als Schablone.



Anschließend benutze ich die Löcher des Semikolonblattes zum Anzeichnen auf dem PP.



So sieht das dann fertig angezeichnet aus:



Und nun wird gelocht. Vom Locher muss man vorher die Auffangschale entfernen, damit man sieht, wo man hinlocht.



Und schon ist es passend fürs Album.



Euch allen eine schöne, stressarme und kreative neue Woche!

Montag, 8. Februar 2016

Mein Project Life 2016

Ich schicke es gleich mal voraus: Nein, mein Album von 2015 ist noch nicht fertig. Ich hatte mir vorgenommen, ein digitales Fotobuch entwickeln zu lassen. Hier könnt ihr es nachlesen. Ich war auch immer schön fleißig, aber die Begeisterung lässt mit der Zeit nach. Möglicherweise kennen das diejenigen unter euch, die ebenfalls PL machen, ja auch. Auch digitales Scrappen kostet Zeit, und man ist versucht, möglichst viele Bilder zu verscrappen, das hält auf. Nichtsdestotrotz fehlen mir "nur" noch 4 Monate. Ich bin guter Dinge, dass ich das irgendwann noch schaffen werde. Dann werde ich über das Ergebnis gerne berichten.

Parallel dazu habe ich mir immer wieder massiv Gedanken gemacht, wie das im neuen Jahr laufen soll. Auf jeden Fall wieder anders. Abwechslung ist alles. ;-) Ich wollte lieber wieder in Papier, aber ich wollte nicht mehrere Alben pro Jahr produzieren. Da gibt es ja nun nur wenige Möglichkeiten. Estens: Man reduziert die Bilderanzahl oder zweitens: Man macht die Bilder kleiner. Oder man macht beides. Das hab ich jetzt mal in Angriff genommen.
In der Endphase des letzten Jahres hatte ich eine plötzliche Eingebung und habe mir daraufhin ein Raster fabriziert. Das zeig ich euch gleich. Erstmal mein Album:



Eins meiner herzallerliebsten Lieblingsalben: ein 23-Ring-Semikolon-Album. Ganz in Weiß. Ich frage mich schon, ob das eventuell ein Fehler war, denn es hat schon einen Minipunkt in Rot am Rücken. Irgs.
So sieht es aufgeschlagen aus:



Ihr seht, das Titelblatt ist noch jungfräulich. Mal sehen, wann ich dazu wieder ne hübsche Eingebung habe. Vielleicht erst ganz zum Schluss? Wer weiß...
So sehen die mit meinem Raster bedruckten Einlageblätter von Semikolon aus (ach wie gut, dass ich einen A3-Drucker habe, yay!!!)



Ich habe pro Monat eine Doppelseite geplant und alle Seiten bereits eingeheftet. Dazwischen möchte ich gern immer wieder mal ein Layout einheften. Für den Januar hat das auch schon mal super geklappt, kommt gleich, Moment...
Die Quadrate sind 6 x 6 cm groß. Die Fotos drucke ich dann in 6,2 x 6,2 cm aus, dann verschwinden beim Aufkleben die schwarzen Ränder. Und so sieht das dann fertig aus:





Die beiden Layouts habe ich auch auf ein Semikolon-Einlageblatt gescrappt, Vorder- und Rückseite. Das muss man aber nicht, CS oder PP geht auch, das muss man dann halt einfach lochen. (Ein Semikolonblatt als Schablone zum Anzeichnen und dann einfach mit einem Bürolocher: klack, klack, klack... fertig.)
Ich hatte Bedenken wegen der Fotogröße, aber ich finde die jetzt gar nicht so klein. Gefällt mir gut!
Also fürs Erste bin ich begeistert und hoffe, dass die Begeisterung auch etwas länger anhält dieses Mal. ;-)

Sonntag, 7. Februar 2016

Jumpstart 2016

Auch in diesem Jahr hat in unserem ScrapBookTreff-Forum wieder der alljährliche Jumpstart ins neue Jahr stattgefunden. Jeden Tag im Januar gab es eine neue Liftvorlage, und es gibt tatsächlich eine Menge Mädels, die es geschafft haben ALLE 31 Layouts zu liften! Was für eine Leistung! Für mich selbst war das nicht drin, mein Januar ist geprägt von Stress, Konferenzen, Zeugnissen, Beurteilungen und Co. Aber immerhin habe ich doch ein paar Layouts geschafft. Ich habe das Babyalbum für meinen "Kleinen" in Angriff genommen, der mittlerweile 15 Jahre alt geworden ist, aber damals kannte ich das Scrappen noch nicht. Für das Tochterkind hatte ich das Babyalbum schon überarbeitet (es sind drei draus geworden...) und jetzt ist halt ER dran, Gerechtigkeit muss sein. :-)











Und dann noch ein ganz aktuelles mit Fotos vom 1. Januar. Das kommt in mein neues Project-Life-Album.



Und das letzte hier ist kein Lift mehr, sondern noch mal eins "frei nach Schnauze" wieder für's PL.



Das waren meine Scrapbookwerke vom Januar. In Arbeit ist aber eben auch mein neues PL für 2016. Der Januar ist schon fertig, den zeige ich euch dann beim nächsten Mal. Das Album von 2015 ist leider noch nicht beendet. Aber auch daran arbeite ich. Es soll ja ein Fotobuch werden, ich scrappe also digital. Irgendwann werde ich es wohl schaffen...

Samstag, 2. Januar 2016

Dezembertagebuch 2015

Auf keinen Fall wollte ich ein Dezembertagebuch machen. Der Dezember ist ohnehin knallvoll mit Stress und Arbeit, da braucht man das nicht auch noch. Klar.
Natürlich konnte ich mich dann aber wieder mal dem Sog nicht entziehen, den Eri da jedes Jahr in Bewegung bringt. Eri organisiert nämlich im ScrapBookTreff jedes Jahr eine December-Daily-Aktion, der man einfach nicht wiederstehen kann. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt! (Ich hab grade ein Déjà-vu - das musste ich jetzt aus Wikipedia rauskopieren - habe ich das nicht vor kurzem irgendwo gelesen?)
Schon immer mal wollte ich ein altes Buch zweckentfremden. Das war jetzt ein willkommener Anlass.
Einfach reinscrappen geht nicht, weil das Buch sonst am Ende total dick wäre und aufsperren würde wie verrückt. Das wollen wir ja nicht. Deshalb erleichtert man das gute Stück erstmal um etwa die Hälfte seiner Seiten. Die habe ich allerdings nicht einfach rausgerissen oder -geschnitten, sondern ich habe mich bemüht, die Bindung zu erhalten. Ein gebundenes Buch besteht ja aus lauter kleineren "Büchern", also Seitenpäckchen, die dann alle zusammengefasst werden. So sieht das schematisch von oben aus:




Die mittleren Seiten der Päckchen (hier rot markiert) schneidet man vorsichtig raus. Ich habe sie da geschlitzt, wo der Faden von der Bindung langläuft (von oben nach unten also) und dann die Seiten einfach herausgezogen.
Die restlichen Seiten werden so miteinander verleimt, dass die gewünschte Anzahl an Seiten entsteht. Bei mir waren das 32, weil der Dezember bei mir immer bis Silvester geht. ;-) Das war eine Seite zu viel, aber ich hatte dann am Ende in der Tat von einem Tag zu viele Fotos, so dass ich für ihn eine Doppelseite verwenden musste. So ein Zufall!

Dann (un)vorsichtig Gesso verwenden, ein bisschen rumspielen und das vorbereitete Album sah so aus:






Inzwischen bin ich dann auch fertig geworden. Die Zahlen und Titel (die Eri vorgegeben hatte) habe ich mit einem Wassertankpinsel (gefüllt mit schwarzer Tusche) geschrieben und dann noch mit einem Goldstift geschattet. Ansonsten sind die Seiten bestempelt, begoldet, beklebt. Allerdings habe ich mich mit Layering zurückgehalten, denn sperren sollte das Buch am besten am Ende nicht.







Wenn ihr mehr sehen möchtet, schaut doch mal in mein Flickr-Album zum DD 2015.

Euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Samstag, 26. Dezember 2015

Bullet Journal

Vier Monate nichts gepostet. Na ja, ich hatte nichts auf dem Herzen oder auf der Zunge und nichts vorzuweisen. ;-) Aber jetzt gibt es mal wieder was zu missionieren, das liegt mir ja.

Das hat 2015 mein Leben zum Positiven verändert: das Bullet Journal.
Schon vor längerer Zeit war ich mal auf das Konzept gestoßen und fand es sofort sehr interessant. Es handelt sich um eine Kombination aus Kalender, Todo-Listen und wichtigen (und unwichtigen) Notizen. Alles kommt in das eine Notizbuch. Ein Planungsbuch sozusagen, mit dem man sein Leben organisiert und in den Griff bekommt. Aber ich war damals zu ungeduldig, um mir das Video anzuschauen. Ich bin ja kein Videogucker, auf Youtube findet man mich höchst selten. Ich habe dann zwar ein bisschen gegoogelt, um etwas Deutsches zu dem Thema zu finden, aber das war mir dann auf den Blogs zu unübersichtlich und ich habe den Gedanken wieder fallen gelassen. Im Sommer bin ich dann erneut auf den Begriff Bullet Journal gestoßen, und dieses Mal habe ich mir die paar Minuten genommen und habe mir das Originalvideo von Ryder Caroll, der das Bullet Journal-Prinzip erdacht hat, angeschaut. Was für eine Offenbarung! Das Video ist sehr einfach gehalten, sehr kurz, man versteht das Konzept sofort und hat nach dem Anschauen das dringende Bedürfnis, es sofort auszuprobieren (zumindest ich als Zettel- und Listenschreiber vom Dienst). Und es spricht auch überhaupt nichts dagegen, gleich loszulegen! Alles, was man braucht ist eine Kladde in A5 und ein Stift. Neugierig geworden? Hier ist erstmal das Video, schaut es euch an:



Es ist also ganz einfach: ein Inhaltsverzeichnis, ein grober Zukunftskalender, eine Monatsdoppelseite pro Monat (mit links Kalender und rechts Aufgaben) und dann die täglichen Listen. Ergänzt wird das Ganze durch die „Collections“, die einfach dazwischen geschrieben werden. Das sind entweder dauerhafte Listen (z.B. eine Packliste für den Urlaub) oder temporäre Listen (z.B. Einkaufslisten). Immer, wenn eine neue Seite angelegt wird, wird sie im Inhaltsverzeichnis festgehalten. Dadurch findet man alles wieder. Es ist egal, wo man etwas hinschreibt, man findet es wieder, definitiv! Man lässt auch nicht irgendwelche Seiten frei, um noch Platz für was zu haben. Man ergänzt einfach auf der nächsten freien Seite und verankert diese im Inhaltsverzeichnis.
Die einzelnen Aufgaben und Ereignisse bekommen verschiedene „Bullets“, damit sie erkenntlich sind. Ryder Caroll benutzt für Aufgaben einen Punkt, für Ereignisse/Termine einen Kreis. Wichtiges wird mit einem Sternchen hervorgehoben, erledigte Aufgaben werden durchgekreuzt. Wie noch nicht erledigte Aufgaben am Ende des Monats behandelt werden, ist im Video sehr gut erklärt. Ich selbst habe mich für andere Symbole entschieden. Jeder kann es so machen, wie er will. Es ist wirklich alles sehr schlicht und einfach an diesem System.

Nicht mehr so schlicht und einfach ist aber dann das, was die AnhängerInnen des Bullet Journal daraus machen. Ich habe am Anfang sehr viel gelesen und angeschaut, aber ich muss sagen, dass ich davon inzwischen überfordert bin und mich von der Guckerei jetzt zurückziehe und mein Ding mache. Da ist zum Ersten die Diskussion über das richtige Notizbuch. Bevorzugt wird von der überwiegenden Mehrheit ein Leuchtturm1917. Aber hey: Eine ganz billige Kladde ist vollkommen ausreichend! Mein erstes Vierteljahr habe ich in so einem Buch geführt, das war total okay! Aber wer Schreibwaren liebt, greift dann natürlich irgendwann zu was Schönerem (mit Seitenzahlen, Stiftschlaufe, Lesebändchen und Innentasche…) Ich habe mich dann vor Ort für einen Kompagnon von Brunnen entschieden und würde das immer wieder tun.

Und dann entsteht da ein regelrechter Hype um Klebchen, Washi, bunte Stifte, Sticker und all sowas. Manches davon finde ich wirklich wichtig, zum Beispiel widerstandsfähige Tabs für Listenseiten, die immer wieder aufgeschlagen werden müssen. Aber ansonsten will ich nicht Zeit damit verbringen, mein Bullet Journal zu verzieren. Ich will, dass es einfach zu handeln ist und dass es mir hilft, meinen Alltag zu organisieren und Zeit EINZUSPAREN. Und das klappt ja auch.

Aber natürlich kann jeder das System auf seine eigene Weise anwenden. Es macht ganz viel Spaß, sich die verschiedenen Varianten anzusehen, selbst auszuprobieren, die richtigen Materialien für sich zu finden, seine kreative Ader im Heft auszuleben, seinen eigenen Weg im Bullet Journaling zu gehen! Versucht es, probiert es einfach aus! Nichts ist falsch, alles kann auf der nächsten Seite, am nächsten Tag, im nächsten Heft anders gemacht werden. Niemanden stört das!

Im Januar beginne ich mit einem neuen Bullet Journal (obwohl das eigentlich nicht nötig wäre, aber ich möchte es gern so). Und natürlich ist es auch schon fertig vorbereitet. :-)

Freitag, 28. August 2015

Das neue Schuljahr hat begonnen

Gestern war der erste Schultag. Und sofort wird das Leben auf den Kopf gestellt. Ellenlage Todolisten konkurrieren in meinem Listenbuch und ich freue mich schon auf ein absolut knallvoll ausgefülltes Jahr! Ich bin Klassenlehrerin einer 8. Klasse, habe eine 8., eine 9. und eine 10. Klasse in Mathematik zu unterrichten und außerdem alle 8., 9. und 10. in Kunsterziehung (12 Klassen). Somit bin ich "voll" bis zum Rand.
Leider habe ich noch keinen Stundenplan. Aufgrund der immer noch andauernden Lehrerhin- und herschieberei, die unser Amt veranstaltet, hat unsere fleißige Planerin jetzt glaub ich zum vierten Mal anfangen dürfen. Die Eltern sehen das leider nicht, die sehen nur, dass an der K-Schule Donnerstag und Freitag nur 4 Stunden waren, und Montag gibt es auch noch keinen festen Plan, die machen sich da nen Bunten und liegen auf der faulen Haut... Argh!
Respekt habe ich vor dem Umfang des Matheunterrichts. Mir fällt das schwer, ich bin von der Seele her eher der Kunstlehrer. Ich schüttele die Mathestunden nicht so aus dem Ärmel, sondern bereite jede einzelne akribisch vor. Das kostet natürlich Zeit, die ich für andere schöne Sachen dann nicht habe. Daher gibt es auch hier grade nichts Kreatives zu sehen. :-(
Na dann, auf geht's!
Euch allen ein schönes letztes Augustwochenende!


Samstag, 22. August 2015

Der Balkon

Vielen Dank erstmal für die netten Kommentare zu meinem letzten Post. Wenn man kurz davor ist, mit dem Bloggen aufzuhören, tut das natürlich ziemlich gut. Inzwischen habe ich mich auch umentschieden, weil ich nämlich mal in "alten Zeiten" gelesen habe, und das war SO schön für mich, dass ich gedacht habe, jetzt blogge ich doch weiter. Und dann lasse ich einfach den Blog mal als Buch entwickeln. Das kann man ja machen. Wenn ich mal wirklich eins davon in der Hand habe, dann zeig ich's euch natürlich. :-)
Heute präsentiere ich euch wie gewünscht den Abschluss des Projekts "Tochterumzug": die Balkongestaltung. Ihr erinnert euch, so sah er aus: grau, Stahl, neu, modern, stone. Es gibt eine Menge Balkons ringsum, die genauso aussehen. Und stellt euch vor: KEINER der anderen Mieter hat was damit gemacht. Überall das gleiche Aussehen: weiße Plastikmöbel, maximal noch ne Wachstuchtischdecke. Man konnte sich leider nirgendwo eine Anregung holen.

 
 
 

Im Anregungenholen sind wir ja aber die Besten, oder? Schon zwei Wochen vorher gab es nur noch das Suchwort "Balkon" (alternativ "balcony") für mich auf Pinterest. Fürs Kindelein natürlich auch. Zu gern hätte sie ein kleines Rattansofa gehabt, Platz genug wäre gewesen. Aber unser aller Geldbeutel war durch den Umzug schon reichlich geschröpft, im Grunde gab es kein Budget mehr für sowas. Natürlich sind wir gleichzeitig beide auf die Alternative Palettensofa gestoßen. Damit kann man ja die tollsten Möbel bauen, sehr cool sehen die aus! Wir hatten weder Paletten noch dazu passende Polster - dachten wir. Nachdem ich mich im stets hilfreichen Internet kundig gemacht hatte, was Paletten so kosten und wo man sie herbekommt und erfahren hatte, dass es sogar spezielle Palettenpolster bei Amazon gibt und Bezüge dazu und sonstwas und dass das Ganze dann am Ende genausoviel kosten würde wie ein Rattansofa hab ich dann mal kurzerhand meinen Bruder angerufen.
Jetzt mal gleich die Brudergeschichte: Ich hab zwei davon und der eine wohnt doch tatsächlich in Bayern. Nicht nur in Bayern, sondern sogar in Franken, ganz in der Nähe von Erlangen. Wie sich nach Unterzeichnung des Mietvertrags herausstellte, sogar nur 10 Minuten vom Tochterkind weg. Da kann man HINlaufen! Na sowas! Sehr erfreulich! Zumal er auch noch ihr Patenonkel ist. :-)) 
Außerdem ist er wie alle Männer in unserer Familie ein begnadeter Hobbyhandwerker und hat immer alles. Siehe da, er hatte auch Paletten! Und er war auch noch so lieb und hat seinen Hänger angespannt und hat uns umgehend nach unserer Ankunft zwei davon gebracht! Yippie und dankeschön!
Da seht ihr, wie das Kindlein gleich mal das neue Palettensofa testet:

 
 
Ja, ich hatte geschrieben, dass wir keine Polster haben. Aber als ich dann mal eine Nacht drüber geschlafen hatte, fiel mir ein, dass wir ja diese Klappmatratzen für Fremdübernachtungen haben. Die sind ja so dreigeteilt. Davon haben wir einen Teil als Lehne hochgeklappt - perfekt! (So ein fettes Polster bietet KEIN extra Palettenkissen.)
Blau ist jetzt natürlich nicht unbedingt jedermanns Sache. Als nächstes haben wir einfach das erst kürzlich neu gekaufte IKEA-Spannbettlaken drübergezogen. Hinten habe ich ein breites Gummi befestigt, das ich noch im Nähkästchen liegen hatte Ein paar Kissen drauf, schon wurde es gemütlich:

 
 
Leider konnten wir uns da nicht gleich hinsetzen und es uns bequem machen. Wir haben es vorgezogen, bis nach 20 Uhr zu warten. Dann gings.

 

Danach haben wir Listen geschrieben, schön in mein neues Bullet Journal - meinen "Lebensplaner" sozusagen. (Dazu schreibe ich dann demnächst mal was.) Am nächsten Tag wollten wir uns nämlich shoppenderweise auf die restliche Balkongestaltung stürzen. Kuschelsofa auf Stahlbalkon kommt nämlich nicht ganz so gut. Ich hab jetzt leider nur ein Listenfoto von "danach", wo alles schon schön abgehakt ist:

 
 
Nach einer heißen Nacht, in der so ein komischer Typ den Kleidercontainer auf dem Reweparkplatz geleert und warum auch immer zwei Stunden dafür gebraucht hat, konnte es losgehen.
 
 
 
Von dem gesamten Shoppingtag gibt es keine Fotos. Weil: Das war VOLL Stress! Es war heiß, es war voll (auf der Autobahn), es war fremd (ich bin ein Orientierungsblindgänger vom Feinsten) und es war an vielen Stellen SOWAS von unbefriedigend! Aber hinterher ist man schlauer und weiß dann, warum man dies oder jenes eben an der Stelle nicht bekommen hat oder die Angestellten zu blöd oder zu gemein waren, um einem das Gewünschte zu verkaufen. Nämlich damit man es woanders schöner, besser, praktischer und billiger kriegt. Es fügt sich ALLES! Wie immer...
Und so sieht das Gefügte jetzt aus, inklusive glücklichem Kind:
 
 
 
Das Balkongeländer habe ich mit einem Weidenzaun aus dem Baumarkt verkleidet, damit es gemütlicher wird. Der Sonnenschirm schützt jetzt vor der Nachmittags- und Abendsonne (es ist ein Südwestbalkon) Kabelbinder sind meine besten Freunde geworden!
Den Tisch, den wir haben wollten, gab es bei Ikea nicht mehr. Saisonware eben. Also haben wir den kleineren genommen, der uns für 14,95 € angelächelt hat. Passt viel besser als der weiße Riese, den wir angedacht hatten. ;-) 

 
 
Die Teppichsuche lief auch schon vorher eine gefühlte Ewigkeit, ich konnte mich ob der Preise nicht überwinden, einen zu bestellen. Und dann trafen wir im Globus diesen hier, aus Baumwolle und in der Waschmachine waschbar. Das ist ja wohl oberpraktisch, oder? Er hat uns beiden nicht so richtig gefallen, aber wir dachten uns, für 15 € nehmen wir den mit. Und jetzt, wo er da so liegt... Als ob er nach Hause gekommen ist. ;-)

 
 
 
 
Hier ist das andere Eckchen des Balkons. Seht ihr die Lichterketten? Das ist eine Geschichte für sich. Die von Tchibo, die wir eigentlich zu Hause schon hatten, war spurlos verschwunden. (Doch zu viel gewimst?) Bei Höffner wollten sie uns keine verkaufen ("Wir haben nur bunte. Nein, die aus der Deko dürfen wir ihnen nicht verkaufen, die ist fehlerhaft." Wieso leuchet eine fehlerhafte Lichterkette bloß so toll?) Und bei Globus waren sie schon alle ("Schauen Sie mal hier: Ach nein, die sind alle bunt. Die weißen sind scheinbar alle weg. Nehmen Sie doch diese Vorhanglichterkette!") Wir sind dann noch drei Mal um das Regal gegangen, dann habe ich gesagt: "Ping! Zauberei!!!" Und einen Schritt weiter lagen sie plötzlich. Weiße Lampionlichterketten en masse, obwohl wir da schon zwei Mal waren. Meine Zauberkräfte sind unermesslich! Das Geniale daran ist, dass man sie nicht an die Steckdose anschließen muss (auf dem Balkon ist nämlich keine), sie funktioneren durch Solarenergie, und man kann sie an- und ausschalten. Das gibt dann noch den letzten Pep. :-)
 
 
 
Am nächsten Abend, als ich schon längst wieder zu Hause war, hat das Kindelein dann noch ein paar Glücksfotos geschickt. :-)
 
 
 
 
Das freut das Mutterherz!! Da hab ich ihr gleich noch ein kleines Regal für die Deko gekauft (nach Absprache natürlich)...
 
... bei dem sie sich beim Zusammenschrauben eine Augenprellung durch Gewalteinwirkung mit dem Schraubenzieher zugezogen hat. 
Ja, so ist das, wenn man Kinder hat, es wird nie langweilig! :-)

Mittwoch, 19. August 2015

Unser zweites Sommerprojekt: der Tochterumzug

Unser Mädchen hat sich entschlossen, ihren Master an einer anderen Uni zu machen. Deshalb stand in diesem Sommer der Umzug des Kindes ins schöne Frankenland an. Wir wussten das schon lange und waren bereits mental vorbereitet. Trotzdem ist sowas ja immer eine massiv aufregende Sache.

Zuerst war da das Problem, dass man, bevor man eine Wohnung sucht, erstmal warten sollte, ob einen die Uni überhaupt nehmen will. Wenn ich da noch an die ersten Unibewerbungen denke – das zog sich ja hin bis Ultimo! Aber: Die Zusage kam frühzeitig. Haken.

DANN muss man erstmal eine Wohnung FINDEN! Und das in einer bzw. um eine Unistadt mit fast 40000 Studenten. (Jaha! Die Zahl habe ich direkt von der FAU-Seite!) Wir haben alle gesucht (außer dem Sohn natürlich), waren eifrig auf allen erdenklichen Internetseiten unterwegs: Makler, WG-Seiten, Kleinanzeigen, Immonet, Studentenirgendwasseiten,… Am Ende gewinnt man die Erkenntnis, dass man sich stundenlang immer dieselben Wohnungen angesehen hat, nur auf verschiedenen Seiten, und ist total verwirrt und weiß nicht mehr, welche Wohnung nun wie viel Quadratmeter, Badezimmer mit oder ohne Fenster, einen Balkon oder gar nichts oder einen Keller hatte und wo man keine Waschmaschine aufstellen darf und wo die Küche, ach egal. ;-) Jedenfalls hatten wir eine überschaubare Liste aufgestellt und zwei Miniappartements zur Besichtigung auserkoren, beide beim gleichen Makler. Der Besichtigungstermin war bestellt. Aber mir war das zu wenig: drei Stunden Fahrt für 2 Wohnungen, und wenn die dann nichts sind? Also habe ich das Mädchen gebeten, sich noch eine dritte Wohnung von der Liste auszusuchen, damit sich das lohnt. Hat sie auch gemacht. Leider hatte die Maklerin aber am besagten Tag keine Zeit, uns diese Wohnung zu zeigen. ABER sie hätte da grade noch eine andere… und die wäre viel schöner und größer… und vielleicht könnte uns die derzeitige Mieterin, die gerne ausziehen will und Nachmieter sucht, uns die Wohnung zeigen, eben an besagtem Tag. Der Preis war der gleiche, also haben wir zugesagt. So weit, so gut.
Am Besichtigungstag waren wir dann mit dem Makler in Wohnung 1 und Wohnung 2 und haben festgestellt, dass die beiden ja wohl um einiges kleiner waren als angepriesen. (Anders kann ich mir das nicht vorstellen, denn das Kind HATTE ja bereits eine Wohnung mit der GLEICHEN Quadratmeterzahl, aber in diese hier hätte sie ihre paar Möbelchen niemals unterbekommen.) Also haben wir uns freundlich wieder verabschiedet und sind dann mit Bauchkribbeln zur dritten Wohnung gefahren. Und – BUMM! Da waren: ein kleiner Flur, ein Badezimmer mit Badewanne und Fenster (!), ein Schlafzimmer, eine riesengroße Küche, ein Wohnzimmer und ein massiv großer Balkon! Dazu gab es einen Kellerraum, einen Waschkeller mit Waschmaschinenaufstellplatz und einen REWE direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite (vom Bäcker und vom Rossmann an der gleichen Stelle will ich jetzt mal gar nicht reden). Und das alles zum gleichen Mietpreis vom Mainzer Zimmer? Jou. Na dann, was will man da noch lange reden.
Die Küche mochte uns die Vormieterin gerne verkaufen, sehr günstig und inklusive aller wünschenswerten Geräte, sogar mit Backofen und Spülmaschine! Wir wurden vom Glück verfolgt.


Und weiter ging’s. Als nächstes muss man seine alte Wohnung loswerden, und zwar nicht erst zum Ende der Kündigungsfrist, nicht wahr? Also: Das Kindelein wurde genötigt, Aushänge für die Mensa zu basteln und eine Annonce bei Ebay-Kleinanzeigen und bei WG-gesucht einzustellen. Sie war folgsam, hat erst gebastelt, dann eine Annonce bei Ebay eingestellt, sich dann umgedreht, um die Bastelei auszudrucken und als nächstes wieder zur Annonce geguckt – BA! Da waren schon 6 Anfragen! Kurzer Sinn: Die Wohnung war schneller weg als wir uns in unseren kühnsten Träumen vorgestellt hatten. Wieder ein Haken!

Als nächstes ging es an die Organisation. Die neue Wohnung konnte hier und da etwas frische Farbe und einen Putzlappen vertragen. Die Zeit drängte auch ein kleines bisschen, also haben wir uns als liebevolle Eltern, die wir ja sind, dazu entschlossen, diese Arbeiten auf den Londonaufenthalt unserer Kinder zu legen. (Die Londonreise mit seiner Schwester hatte der Sohn von uns zur Konfirmation bekommen.) Inzwischen hatten wir ja auch Ferien und konnten alles etwas entspannter angehen lassen. Innerhalb von zwei Tagen hatten wir alles auf Vordermann gebracht.




Am Tag, nach dem die Kiddies wieder zu Hause angekommen waren, ging‘s in die Vollen. Zuerst fuhren das Tochterkind und ich zum Kistenpacken. Am nächsten Tag kamen die Jungs und holten den Transporter, den wir uns von Europcar gemietet hatten. (In der einen Stadt abholen und in der anderen Stadt abgeben. Klappte problemlos!) Zum Glück konnte ich am Abend vor dem großen Aufbruch alle Anwesenden überzeugen, dass es doch total sinnvoll wäre, den Nachmieter am Umzugstag zur Schlüsselübergabe einzubestellen. Und dank abendlicher WhatsApps ist uns das auch noch gelungen! Yay! Wieder eine Vierstundenhin- und Vierstundenrückfahrt eingespart. (Benzin kostet Geld, sag ich euch, aber heftig!) Am nächsten Tag ging es dann mit Transporter und zwei PKW (wie gut, dass das Kind so gut und selbstbewusst Auto fährt… Wenn ich noch dran denke, wer da auf KEINEN Fall den Führerschein… egal) auf ins Frankenland. Natürlich mussten wir uns durch Staus kämpfen, aber letztendlich haben wir alles im vorgegebenen Transporterzeitrahmen geschafft.



Uff. Als nächstes ging es ans Möbelaufbauen, Kistenauspacken und all solche Sachen, die man eben machen muss, wenn man umzieht. Auch diverse Ikea- und Baumarktsbesuche standen auf dem Programm. Ein paar Tage sind noch ins Land gegangen, aber dann war alles gut und im grünen Bereich. Das Kindlein war glücklich! Wir dann auch, und total K.o.






Das einzige „Problem“, was mir noch im Kopf rumschwirrte, war der Balkon. Der ist richtig schön groß, aber optisch „kalt“: ein hellgrauer, steinartiger Boden, ein Stahlgeländer. Und das Kind hatte nicht mal einen netten Stuhl zum Draufstellen. Das konnte man ja nicht so lassen, schon gar nicht als Dekomama, oder? Also musste ich da noch mal hin, unbedingt. Dazu schreibe ich dann später mal noch was. Bis dann. ;-)