Zuerst war da das Problem, dass man, bevor man eine Wohnung sucht, erstmal warten sollte, ob einen die Uni überhaupt nehmen will. Wenn ich da noch an die ersten Unibewerbungen denke – das zog sich ja hin bis Ultimo! Aber: Die Zusage kam frühzeitig. Haken.
DANN muss man erstmal eine Wohnung FINDEN! Und das in einer bzw. um eine Unistadt mit fast 40000 Studenten. (Jaha! Die Zahl habe ich direkt von der FAU-Seite!) Wir haben alle gesucht (außer dem Sohn natürlich), waren eifrig auf allen erdenklichen Internetseiten unterwegs: Makler, WG-Seiten, Kleinanzeigen, Immonet, Studentenirgendwasseiten,… Am Ende gewinnt man die Erkenntnis, dass man sich stundenlang immer dieselben Wohnungen angesehen hat, nur auf verschiedenen Seiten, und ist total verwirrt und weiß nicht mehr, welche Wohnung nun wie viel Quadratmeter, Badezimmer mit oder ohne Fenster, einen Balkon oder gar nichts oder einen Keller hatte und wo man keine Waschmaschine aufstellen darf und wo die Küche, ach egal. ;-) Jedenfalls hatten wir eine überschaubare Liste aufgestellt und zwei Miniappartements zur Besichtigung auserkoren, beide beim gleichen Makler. Der Besichtigungstermin war bestellt. Aber mir war das zu wenig: drei Stunden Fahrt für 2 Wohnungen, und wenn die dann nichts sind? Also habe ich das Mädchen gebeten, sich noch eine dritte Wohnung von der Liste auszusuchen, damit sich das lohnt. Hat sie auch gemacht. Leider hatte die Maklerin aber am besagten Tag keine Zeit, uns diese Wohnung zu zeigen. ABER sie hätte da grade noch eine andere… und die wäre viel schöner und größer… und vielleicht könnte uns die derzeitige Mieterin, die gerne ausziehen will und Nachmieter sucht, uns die Wohnung zeigen, eben an besagtem Tag. Der Preis war der gleiche, also haben wir zugesagt. So weit, so gut.
Am Besichtigungstag waren wir dann mit dem Makler in Wohnung 1 und Wohnung 2 und haben festgestellt, dass die beiden ja wohl um einiges kleiner waren als angepriesen. (Anders kann ich mir das nicht vorstellen, denn das Kind HATTE ja bereits eine Wohnung mit der GLEICHEN Quadratmeterzahl, aber in diese hier hätte sie ihre paar Möbelchen niemals unterbekommen.) Also haben wir uns freundlich wieder verabschiedet und sind dann mit Bauchkribbeln zur dritten Wohnung gefahren. Und – BUMM! Da waren: ein kleiner Flur, ein Badezimmer mit Badewanne und Fenster (!), ein Schlafzimmer, eine riesengroße Küche, ein Wohnzimmer und ein massiv großer Balkon! Dazu gab es einen Kellerraum, einen Waschkeller mit Waschmaschinenaufstellplatz und einen REWE direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite (vom Bäcker und vom Rossmann an der gleichen Stelle will ich jetzt mal gar nicht reden). Und das alles zum gleichen Mietpreis vom Mainzer Zimmer? Jou. Na dann, was will man da noch lange reden.
Die Küche mochte uns die Vormieterin gerne verkaufen, sehr günstig und inklusive aller wünschenswerten Geräte, sogar mit Backofen und Spülmaschine! Wir wurden vom Glück verfolgt.

Und weiter ging’s. Als nächstes muss man seine alte Wohnung loswerden, und zwar nicht erst zum Ende der Kündigungsfrist, nicht wahr? Also: Das Kindelein wurde genötigt, Aushänge für die Mensa zu basteln und eine Annonce bei Ebay-Kleinanzeigen und bei WG-gesucht einzustellen. Sie war folgsam, hat erst gebastelt, dann eine Annonce bei Ebay eingestellt, sich dann umgedreht, um die Bastelei auszudrucken und als nächstes wieder zur Annonce geguckt – BA! Da waren schon 6 Anfragen! Kurzer Sinn: Die Wohnung war schneller weg als wir uns in unseren kühnsten Träumen vorgestellt hatten. Wieder ein Haken!
Als nächstes ging es an die Organisation. Die neue Wohnung konnte hier und da etwas frische Farbe und einen Putzlappen vertragen. Die Zeit drängte auch ein kleines bisschen, also haben wir uns als liebevolle Eltern, die wir ja sind, dazu entschlossen, diese Arbeiten auf den Londonaufenthalt unserer Kinder zu legen. (Die Londonreise mit seiner Schwester hatte der Sohn von uns zur Konfirmation bekommen.) Inzwischen hatten wir ja auch Ferien und konnten alles etwas entspannter angehen lassen. Innerhalb von zwei Tagen hatten wir alles auf Vordermann gebracht.



Am Tag, nach dem die Kiddies wieder zu Hause angekommen waren, ging‘s in die Vollen. Zuerst fuhren das Tochterkind und ich zum Kistenpacken. Am nächsten Tag kamen die Jungs und holten den Transporter, den wir uns von Europcar gemietet hatten. (In der einen Stadt abholen und in der anderen Stadt abgeben. Klappte problemlos!) Zum Glück konnte ich am Abend vor dem großen Aufbruch alle Anwesenden überzeugen, dass es doch total sinnvoll wäre, den Nachmieter am Umzugstag zur Schlüsselübergabe einzubestellen. Und dank abendlicher WhatsApps ist uns das auch noch gelungen! Yay! Wieder eine Vierstundenhin- und Vierstundenrückfahrt eingespart. (Benzin kostet Geld, sag ich euch, aber heftig!) Am nächsten Tag ging es dann mit Transporter und zwei PKW (wie gut, dass das Kind so gut und selbstbewusst Auto fährt… Wenn ich noch dran denke, wer da auf KEINEN Fall den Führerschein… egal) auf ins Frankenland. Natürlich mussten wir uns durch Staus kämpfen, aber letztendlich haben wir alles im vorgegebenen Transporterzeitrahmen geschafft.


Uff. Als nächstes ging es ans Möbelaufbauen, Kistenauspacken und all solche Sachen, die man eben machen muss, wenn man umzieht. Auch diverse Ikea- und Baumarktsbesuche standen auf dem Programm. Ein paar Tage sind noch ins Land gegangen, aber dann war alles gut und im grünen Bereich. Das Kindlein war glücklich! Wir dann auch, und total K.o.





Das einzige „Problem“, was mir noch im Kopf rumschwirrte, war der Balkon. Der ist richtig schön groß, aber optisch „kalt“: ein hellgrauer, steinartiger Boden, ein Stahlgeländer. Und das Kind hatte nicht mal einen netten Stuhl zum Draufstellen. Das konnte man ja nicht so lassen, schon gar nicht als Dekomama, oder? Also musste ich da noch mal hin, unbedingt. Dazu schreibe ich dann später mal noch was. Bis dann. ;-)

Boah, dass nenn ich aber mal Glück....und diese Küche..die würde ich sofort nehmen. Schade, dass der Tisch samt Bänke nicht dabei ware, die sehen superschön aus.
AntwortenLöschenNa, dann bin ich gespannt, was du aus dem Balkon machst.
Lg
Katja
Ps: wieder eine schöne Erinnerung verewigt ;)
Super, dass das mit den Wohnungen so reibungslos aneinander geklappt hat. Bei uns steht demnächst auch der Auszug des großen Sohnes an, da bin ich schon sehr gespannt ;-)
AntwortenLöschenSchön, dass du hier wieder schreibst. Ich komme gern hier vorbei und bin Gast in eurem Leben.
Danke
Sabine
Oh, die Wohnung sieht echt schick aus. Manchmal muss man echt Glück haben. Und auf den Balkonpost bin ich schon gespannt, da hat man ja auch tausend Möglichkeiten. Wir haben immer viele Kräuter und Tomaten im Sommer und langsam wird der Daumen auch etwas grüner...
AntwortenLöschenViele Grüße, Anne.
Da habt Ihr ja echt Glück gehabt. Wird wahrscheinlich nicht der letzte Umzug sein, dann ist es bald schon Routine ;-) Wenn ich bedenke wie oft meine Schwester umgezogen ist...anderes Thema. Ich zum Glück nur einmal richtig, für mich ist das Stress pur. Wir haben auch die 3. Wohnung genommen fällt mir da ein ;-)
AntwortenLöschen"Das Glück ist mit den Doofen" sagt man, weil du nicht zu dieser Gattung gehörst, scheint mir der Spruch nicht zu stimmen *grins* Aber über einen Mangel an Glück darfst du erst mal nicht mehr klagen !
AntwortenLöschenDanke für den tollen Bericht. Manchmal muss man auch glück haben.... und auf Deine Balkonverschönerung bin ich schon sehr gespannt.
AntwortenLöschenDie Wohnung ist wirklich chic, die Küche finde ich echt toll!
AntwortenLöschenKrass und Glück, was 'ne große Studentenbude....bei mir gab es damals nur Zimmerchen....oder Apartments mit Küche im Zimmer...andere war nicht bezahlbar oder existierte nicht
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