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Samstag, 9. Dezember 2017

Wanderung zur Burg Falkenstein im Juli 2017

Nachdem ich bei der Kyffhäuserwanderung erfahren durfte, zu was mein Körper alles fähig ist und dass das auch noch Mengen von Endorphinen zur Ausschüttung bringt, war der nächste Trip natürlich nicht mehr weit. Nur 10 Tage später machten wir uns auf den Weg zur Burg Falkenstein. Mein Liebster hat mich begleitet, der war ja schon ein bisschen neidisch, dass er zum Kyffhäuser nicht mitkonnte. Ich weiß gar nicht mehr, was da war... Fußball? Ach nee, Nachwirkungen von einer Zahn-OP, der Arme. Jetzt war er also wieder fit.
Ausgangspunkt war Schloss Meisdorf, dort kann man auf einem vorgelagerten freien Parkplatz sein Auto gut abstellen und zur Rundwanderung aufbrechen. Los ging es mit einem schön angelegten Trimm-Dich-Pfad.



Wir  haben uns aber nicht getrimmt, sondern sind nur schön gewandert und haben tief eingeatmet. Man hatte ja noch ein bisschen was vor, da kann man sich ja nicht gleich so verausgaben, ne? Wir hatten uns das zunächst für den Rückweg aufgehoben.
Erste Station war das Mausoleum. Das hatten damals die Grafen von Asseburg errichtet, um sich darin begraben zu lassen.

 

Gleichzeitig steht da aber auch noch ein Stempelkasten der "Harzer Wandernadel". Ich hatte da ja schon öfter was drüber gelesen und war interessiert. Wenn man die Kastenklappe aufmacht, findet man darin den festgebundenen Stempel, ein Stempelkissen und den Sponsor. Im Grunde ist es ein Spiel, so ähnlich wie Geocaching, nur mit Findegarantie. ;-) Man kauft sich einen Wanderpass, das ist ein Heftchen im Format A6, und stempelt immer, wenn man an so einem Kasten vorbei kommt, seinen Stempel an der richtigen Stelle rein. Je nach Anzahl der gesammelten Stempel erreicht man dann ein neues "Level". Zuerst erwirbt man die Harzer Wandernadel in Bronze (8), dann in Silber (16) und dann - wer hätte das gedacht - in Gold (24). Ganz Ambitionierte lassen sich zum Harzer Wanderkönig (50) oder sogar zum Wanderkaiser (222) krönen. Außerdem gibt es noch andere Auszeichnungen für besondere Wege. Im Harz gibt es ebendiese 222 Stempelstellen, und ich kenne einen Wanderkaiser und eine Kaiserin höchstpersönlich, die auch jetzt noch, mit über 80, regelmäßig unterwegs sind. Das wünsche ich mir auch!



Leider hatten wir zu dem Zeitpunkt noch keinen Wanderpass, deshalb habe ich mir den Stempel auf einen Notizzettel gedrückt und mitgenommen. Seht ihr da unten noch die "eingravierte" Nummer in der runtergeklappten Tür? Das ist die Nachweisnummer, falls der Stempel mal weg oder defekt ist oder das Stempelkissen alle. Die notiert man dann an der passenden Stelle im Pass.

Weiter ging es direkt immer an der Selke entlang. Das wunderbare Plätschern wirkt absolut beruhigend und entspannend. Traumhaft!







Nach vielen Kilometern und steilem Aufstieg waren wir an der Burg Falkenstein angekommen. Da war schon der nächste Stempelkasten:



Da stand dann mein Entschluss fest: Als nächstes besorge ich mir einen Pass! Den Mausoleumsstempel habe ich mittlerweile übrigens auch direkt im Pass. Der von der Burg fehlt mir noch immer, denn da kommt man mit dem Auto nicht hin. Da muss ich wohl noch mal hoch.



Auf dem Burggelände finden regelmäßig Falknervorführungen statt. Als wir oben waren, war allerdings gerade Pause für die Vögel. Aber wir waren ja nicht zum ersten Mal dort und hatten das auch alles schon gemeinsam mit den Kindern gesehen.







Von ganz oben, vom Turm der Burg aus, hat man einen wunderbaren Blick über den Harz.







Im Burghof wird die Suppe noch direkt über dem Feuer gekocht. Man kann aber auch ganz klassisch in der Burggaststätte speisen.





Auf dem Heimweg waren dann noch ein paar kleine Hindernisse eingebaut, und auf dem Reststück, dem Fitnesspfad, hat es dann in Strömen geregnet, so dass wir leider, leider keine sportlichen Übungen mehr machen konnten. Beim nächsten Mal dann vielleicht. ;-)









12 Kilometer standen am Ende auf der Uhr. Mein Fazit: Wandern entlang von plätschernden Gewässern ist wunderschön! Das würde ich jederzeit wieder machen!

Montag, 4. Dezember 2017

Das Wandern ist des...

Hobbies kann man ja nie genug haben, oder? Im Sommer mache ich immer unheimlich gerne Handarbeiten. Davon schreibe ich später mal was. Aber in diesem Sommer haben wir das Wandern für uns entdeckt! Also nicht nur mal so ein kleiner Ausflug, sondern richtig Wandern. Ich weiß, ich bin in der Hinsicht trotzdem ein kleines Licht, weil ich mich nicht mit Komplettausrüstung, Kompass und Riesenmesser auf den Weg mache und auch in der Kilometeranzahl relativ eingeschränkt bin, aber für mich/für uns ist es doch ein ernsthaftes Hobby geworden.
Wir sind eigentlich schon immer gern mal unterwegs gewesen, unsere Landschaft hier ringsum ist einfach schön und lädt zu Wandertouren ein, aber die waren allerhöchstens mal so 8 km. Umgebung eben. Der Auslöser, der Anschubser war, wie schon beim Laufen, wieder mal unser Töchterlein. Ich frage mich, woher das Kind das hat, sie ist inzwischen eine erfahrene Wanderin und wirklich nahezu jede Woche unterwegs und nicht zu bremsen.
In den Sommerferien bin ich dann mit ihr zu meiner ersten größeren Tour aufgebrochen. Das große Ziel war der Kyffhäuser. Von uns aus ist diese Gegend mit dem Auto per Autobahn innerhalb von 20 Minuten zu erreichen. Wir planten am Tag zuvor mithilfe des Internets eine Rundwanderung von Kelbra hinauf auf den Kyffhäuser und wieder zurück. Knapp 16 km sollten es werden.
Am Morgen suchten wir erst noch einmal Mayers Markenschuhe in Sangerhausen auf. Nicht, um Wanderschuhe zu kaufen, sondern um einen passenden Rucksack zu erstehen. So sieht er aus und leistet mir/uns seither wirklich gute Dienste:



Das Foto ist so ziemlich zu Beginn des Weges gemacht. Da stehen wir schon vor der ersten Entscheidung: links oder rechts? Es kam ein Mountainbikefahrer daher, der uns dann den richtigen Weg gewiesen hat. Allerdings hätte er uns allzu gerne begleitet, konnte aber mit unserem Tempo den Berg hinauf nicht Schritt halten. Zum Glück. Den hätte ich jetzt nicht so gerne dabei gehabt.
Die Strecke war wirklich schön. Es war ziemlich warm an dem Tag, aber durch den Wald kann man es immer aushalten und genießen.Und es gab immer wieder etwas Besonderes zu sehen. Das hier ist die Rothenburg. Laut meiner Mutter wurden dort während der Hitlerzeit Arier gezüchtet. Aber Vorsicht, das ist nicht belegt. ;-) Wir haben später den Wanderweg bis dorthin verfolgt, aber die Burg ist in Privatebesitz, das Gelände abgesperrt und so konnten wir sie leider nicht erreichen.



Im duftenden Wald:



Hier haben wir den Brockenblick erreicht. Wie man sieht, hatte die Temperatur schon um einiges zugenommen. ;-)





Gegen Mittag kamen wir dann ganz oben an. Auf dem Kyffhäuser gibt es eine Menge zu sehen, das Barbarossadenkmal zum Beispiel. Natürlich sind wir auch bis ganz hoch auf den Turm geklettert und haben uns das komplette Burggelände angesehen.







Und auch von hier oben natürlich ein Wahnsinnsausblick!



Zurück ging es dann auf dem Liederwanderweg, auf dem alle Nase lang ein neues Wanderlied am Wegesrand aufgestellt ist. Das war ja was für mich, die Königin der Ohrwürmer!



Tja, und dann haben wir uns wohl verlaufen. (Für eventuelle Nachwanderer: Biegt am Forsthaus rechts ab!) Der von uns gewählte Restwanderweg war stillgelegt, zugewachsen, beschwerlich und länger als gedacht! Am Ende standen 21,6 km auf der Uhr und ich war komplett fertig. Auch für den nächsten Tag noch. Aber trotzdem SO stolz! Hier bahne ich mir grade mit einem Stock den Weg durchs Dickicht...



Ja, so hat das angefangen...